Sommertagung 2014

Sommertagung 2014 in Frankenau

Zu unserer 38. Sommertagung ging es nach Hessen. Wir trafen uns am Freitag den 30.05.2014 im laufe des frühen Nachmittags am Vereinsheim des RGZV Frankenau. Nach dem Begrüßungskaffee konnten wir einen schönen Nachmittag bei Sonnenschein genießen konnten. Parallel fand unsere alljährliche Tierbesprechung durch unseren Zuchtfreund und Preisrichter Dierk Lummermeier statt, wofür Christopher, Sebastian und Martin einige Große und Zwerge bereitgestellt hatten. Außerdem konnte man die wunderschöne und gepflegte Zuchtanlage des RGZV Frankenau bewundern, die mit großzügigen Volieren gestaltet ist. Die Führung von Vereinsmitgliedern des RGZV Frankenau durch die angrenzenden Kleingärten zeigen, dass Geflügelzucht hier zum Leben dazu gehört. Nach dem Abendessen ließun wir den Abend in geselliger Runde ausklingen.
Am Samstagmorgen führten wir um 9.30 Uhr unsere Jahreshauptversammlung durch. Die Frauen fuhren in den Nachbarort Frankenberg zum Besichtigen und Shoppen. Um 14.00 Uhr trafen wir uns außerhalb des Ortes, wo uns zwei Pferdegespanne mit Planwagen erwarteten. Diese fuhren uns in den Nationalpark Kellerwald- Edersee unter Begleitung eines zuständigen Rangers, der uns über den Park informierte. An der Quernstkapelle (einzige Kapelle in einem Nationalpark in Deutschland ) wurde Rast gemacht und wir konnten die schöne Aussicht bei Kaffee und Kuchen genießen. Um 19.30 Uhr wurde dann ein gemütlicher Züchterabend im Vereinsheim eingeläutet, der mit dem Abendessen begann. Im Anschluß überreichte der 1. Vorsitzende die errungenen Leistungspreise der letzten Schausaison. Unsere Zuchtfreunde Richard Sabisch und Konrad Mikoleit wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Inge- Marie Jessen und Werner Schelberg wurden mit der silbernen SV-Nadel geehrt. Nun ging es zum gemütlichen Teil über und es gab nach einem Jahr viel zu erzählen. Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück und Verabschiedung im Vereinsheim ging es für alle Teilnehmer wieder Richtung Heimat.
Einen herzlichen Dank an Christopher Schaake, Martin und Werner Schelberg, Sebastian Keute und alle Mitglieder des RGZV Frankenau für die gelungene Ausrichtung unserer Sommertagung in Frankenau (Hessen ).

tierrische Begegnung auf Frankenaus Straßen
tierrische Begegnung auf Frankenaus Straßen
Tierbesprechnung m. PR D. Lummermeier
Tierbesprechnung m. PR D. Lummermeier
auf dem Stadtteich
auf dem Stadtteich
vielversprechende Junghähne
vielversprechende Junghähne
entspanntes zusammensein
entspanntes zusammensein
Lakenfelderhahn auf der Kirchturmspitze
Lakenfelderhahn auf der Kirchturmspitze
Teilnehmer der JHV
Teilnehmer der JHV
Teilnehmer der Sommertagung
Teilnehmer der Sommertagung
Leistungspreisträger und Geehrte
Leistungspreisträger und Geehrte

Sommertagung 2013

Sommertagung 2013 in Verl
Zu unserer 37. Sommertagung ging es nach Nordrhein – Westfalen (Ostwestfalen). Wir trafen uns am 07.06.2013 gegen 15.00 Uhr bei der Familie Donnermann in Verl. Uns erwarteten im Garten liebevoll eingedeckte Tische, wo wir bei Kaffe und reichlich selbstgebackenem Kuchen den Nachmittag genießen konnten.
Im Anschluss fand eine Tierbesprechung mit PR Dierk Lummermeier statt, wofür Horst einige Jungtiere bereitgestellt hatte.. Um 19.00 Uhr ging es zur Likör Brennerei Schröder’s „Boonekamp“. Nach der Besichtigung und ausführliche Erklärungen zur Herstellung der Produkte, erwartete uns im Innenhof des historischen Gebäudes ein leckeres Grillbüffet, wobei Horst tatkräftig von der ganzen Familie unterstützt wurde.

Am Samstagmorgen nach dem Frühstück fuhren wir um 9.00 Uhr mit dem Bus nach Detmold ins Westfälische Freilichtmuseum, wo wir im Gasthof „Im Weißen Ross“ eine harmonische Jahreshauptversammlung abhielten. Hauptthema war natürlich die Vergabe der “Goldenen Henne” auf der HSS in Dortmund. Die Vorstandsmitglieder die zur Wahl standen wurden einstimmig wiedergewählt. Die Nichtteilnehmer konnten im Museum verweilen. Nach der JHV haben wir im Gasthof zusammen Mittag gegessen. Danach wurde uns eine Führung durch das Paderborner Dorf zuteil, wobei man sich durch die Erläuterungen wie zum Beispiel eine Schmiede betrieben wurde oder die Gärten angelegt wurden gut in die damalige Zeit hineinversetzen konnte. Anschließend ging es weiter zum Hermannsdenkmal, wo wir eine beeindruckende Aussicht genießen konnten.
Am Abend ging es ins Hotel Kampwirth, wo auch einige Zuchtfreunde untergebracht waren. Hartmut überreichte nach dem Essen die errungenen Leistungspreise. Alle anwesenden nutzten die Gelegenheit für einen gemütlichen Abend , denn wenn sich die Lakenfelder Züchter bei der Sommertagung treffen gibt es immer viel zu erzählen.

Am Sonntagmorgen wurde ein gemeinsames ausgiebiges Frühstück genutzt dieses schöne Züchtertreffen zu beenden. Nach der Verabschiedung der einzelnen Teilnehmer ging es für jeden wieder Richtung Heimat. Einen herzlichen Dank an die Zuchtfamilie Donnermann für die gelungene Ausrichtung unserer Sommertagung in Verl (Ostwestfalen).
Danke Kornelia und Horst!

während der Brennereibesichtigung
während der Brennereibesichtigung
Teilnehmer der Sommertagung
Teilnehmer der Sommertagung
im Freilichtmuseum Detmold
im Freilichtmuseum Detmold
Besichtigung des Hermansdenkmals
Besichtigung des Hermansdenkmals
Gruppe vorm Herman
Gruppe vorm Herman

Sommertagung 2012

Sommertagung 2012 in Schwentinental

Zu unserer 36. Sommertagung ging es nach Schleswig- Holstein. Die Anreise war am 08.06.2012 ab 15.00 Uhr im Flair- Hotel Neeth in Dammdorf, wo wir am Nachmittag leckeren Kuchen und Kaffe genießen konnten. Die Zimmer konnten vorher schon bezogen werden. Um 18.30 Uhr fand dann ein gemütlicher Grillabend statt, der durch einen kräftigen Regenschauer kurzzeitig unterbrochen wurde. Dann ist die Sonne aber doch noch rausgekommen und führten unsere alljährliche Tierbesprechung und ließen den Abend in geselliger Runde ausklingen.

Am Samstagmorgen nach einem guten Frühstück hielten wir unsere JHV im Hotel ab. Die Frauen haben alternative die nahe gelegene Schusterstadt Preetz besichtigt. Zum Mittag gab es eine leckere Kartoffelsuppe mit Brot. Danach fuhren wir in Fahrgemeinschaften in die Stadt Plön, wo wir eine zwei Stündige “ Große Plöner See Rundfahrt“ machten. In der Zeit war es auch möglich an Bord ein Stückchen Kuchen und eine Tasse Kaffe zu sich zunehmen. Anschließend fuhren wir nach Preetz, wo wir um 17.00 Uhr eine sehr wissenskundige Führung im Kloster bekommen haben. Dann machten wir uns wieder auf den Weg zum Hotel, so hatte jeder Zeit sich noch ein bisschen frisch zu machen. Um 19.30 gab es dann Abendessen, was sich jeder morgens ausgesucht hatte. Es waren alle begeistert vom Essen und nach erzählen auch vom Hotel. Im Anschluss wurden die Leistungspreise vergeben. Der Abend wurde mit Fachgesprächen und anderen Erzählungen in lustiger Atmosphäre beendet.

Am Sonntag nach dem Frühstück war es schon wieder soweit und es hieß “ Richtung Heimat“. Vor dem Hotel wurde noch ein gemeinsames Foto von allen Teilnehmern gemacht.

Einen herzlichen dank an unsere Ausrichter Martin und Denise für die schönen Tage in Schleswig – Holstein.

gemeinsames Kaffetrinken
gemeinsames Kaffetrinken
während der Tierbesprechung
während der Tierbesprechung
vielversprechende Jungtiere
vielversprechende Jungtiere
Blick ins Kloster
Blick ins Kloster
Erringer der Leistungspreise
Erringer der Leistungspreise
Teilnehmer der Sommertagung
Teilnehmer der Sommertagung

 

Sommertagung 2011

Sommertagung in Elbingerode/ Harz

Zu unserer 35. Sommertagung ging es in den wunderschönen Harz. Die Anreise war am 17.6.2011 ab
15.00 Uhr in der Jugendherberge Elbingerode angesetzt. In der Jugendherberge wurde Kaffee und
Kuchen bereitgehalten, der in gemütlicher Runde verzehrt wurde.
Die Zimmer konnten vor oder nach dem Kaffee bezogen werden.
Um 17.30 Uhr fuhren wir mit dem Bus zum Schaubergwerk “ Erzgrube Büchenberg“, wo wir eine
Besichtigung mit ausführlichen Erläuterungen über die Arbeit „Unter Tage“ bekommen haben.
Im Anschluss an die Führung hat uns dann ein leckeres “ Tzscherper Essen“ im inneren der Grube
erwartet, mit Musik und lustiger Unterhaltung wurde viel gelacht.
In der Jugendherberge klang der Tag dann mit einem Bier und einigen Fachgesprächen aus.
Am Samstagmorgen nach dem Frühstück gingen wir dann zum Vereinsheim der Elbingeroder Züchter um dort unsere Jahreshauptversammlung durchzuführen. Die Damen machten in der Zeit einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Im Anschluss an die JHV fand eine kleine Tierbesprechung
mit Ingo’s Zwerg- Lakenfeldern statt. Zum Mittag wurden wir von den Elbingeroder Züchtern mit
Getränken und gegrilltem Fleisch und Würsten versorgt. Nach einer kleinen Pause in der Jugendherberge fuhren wir mit dem Bus zur „Rappode-Talsperre / Rübeland“, wo wir einen wunderschönen Ausblick geniessen durften. Es war dort auch möglich einen Kaffe zu trinken oder ein Eis zu essen.
Danach ging es nach Wernigerode – die Bunte Stadt im Harz. Zum Abendessen versammelten wir uns im „Hotel zur Post“, wo es ein reichhaltiges und sehr leckeres kalt / warmes Büffet gab. Gut gestärkt ging es auf zur Stadtführung durch Wernigerode. Wieder in der Jugendherberge angekommen, haben wir den Tag in geselliger Runde ausklingen lassen, wobei Hartmut die Gelegenheit wahr nahm die
Leistungspreise an die Erringer zu überreichen. Am Sonntag nach dem Frühstück wurde dann noch unser alljährliches Gruppenfoto mit den anwesenden SV Mitgliedern gemacht. Jetzt war das Treffen zu Ende und nach Verabschiedung der einzelnen Teilnehmer ging es in Richtung Heimat.
Einen herzlichen Dank an unsere Zuchtfamilie Spormann für diese wunderschönen Tage im Harz.

Danke Ingo und Lydia

während des Begrüßungskaffee
während des Begrüßungskaffee
sammeln vorm Schaubergwerk
sammeln vorm Schaubergwerk
ein leckeres “ Tzscherper Essen“
ein leckeres “ Tzscherper Essen“
während der JHV
während der JHV
historische Stadtführung
historische Stadtführung
Erringer der Leistungspreise
Erringer der Leistungspreise
Teilnehmer der Sommertagung
Teilnehmer der Sommertagung

Sommertagung 2010

Sommer-bzw Herbsttagung in Oelde
Zu unserer 34. verspäteten Sommertagung im Herbst mit angeschlossener Hauptsonderschau in Oelde waren Züchter mit ihren Familien aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Wir trafen uns am 19.11.2010 ab 14.00 Uhr zum Einsetzen der Tiere in der Begegnungsstätte Drostenhof, dem Vereinsheim des RGZV Robert Oettel Oelde 01. 12 Mitglieder unseres SV hatten 85 Tiere gemeldet. Im Versammlungsraum saßen wir bei Kaffee und Kuchen zusammen.
Im Anschluss fuhren wir zum Hotel Mühlenkamp und bezogen die bestellten Zimmer. Als alle ihre Zimmer bezogen hatten und frisch wieder erschienen waren, ging es zu Fuß zum Oelder Brauhaus. Dort war ein Schnitzelbufett für uns vorbereitet. Nach dem Abendessen saßen wir noch bei Fachgesprächen zusammen. Am Samstagmorgen nach dem Frühstück fanden wir uns im Hotel zur Jahreshauptversammlung ein. Während der JHV wurden, im Drostenhof, die Tiere von den Preisrichtern Peter Hellmann und Frank Sewing bewertet. Nach getaner Arbeit sind die PR zum Hotel gekommen und nahmen gemeinsam mit uns das Mittagessen ein. Im Anschluss ging es für uns Lakenfelderzüchter zum Drostenhof, um uns die Bewertung anzuschauen. Die Qualität der Tiere war sehr ansprechend, sie wurde auch mit 4x V und 10x hv durch die PR entsprechend gewürdigt. An den Käfigen wurden Fachgespräche geführt. Am frühen Abend kehrten wir ins Hotel zurück, um 19.30 Uhr trafen wir uns wieder im Raum des Hotels zum gemeinsamen Grünkohlessen. Nachdem alle von der feinen Tafel gespeist hatten, wurden die Leistungspreise aus 2009 an die anwesenden Züchter vergeben. Norbert Niehoff wurde mit der silbernen SV-Nadel geehrt.
Im Anschluss saßen wir zu Fachgesprächen beisammen und ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Am Sonntagmorgen, nach dem leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg zu unseren Tieren, welche wir nach der Preisausgabe wieder mit zur Heimfahrt in die Transportkisten einsetzten.
Einen herzlichen Dank an die Ausrichter des RGZV Robert Oettel Oelde 01 e.V. und der Züchterfamilie Lummermeier, die unsere Hauptsonderschau und Herbsttagung ausgerichtet haben.

Blick in die Ausstellungshalle
Blick in die Ausstellungshalle
Fachgespräche an den Käfigen
Fachgespräche an den Käfigen
Ausgabe der Leistungspreise 2009
Ausgabe der Leistungspreise 2009
Ehrung m. der silbernen Vereinsnadel
Ehrung m. der silbernen Vereinsnadel

Sommertagung 2006

Unsere Sommertagung des SV vom 16.- 18.06.2006 in Ferchland

bei unserem SR Rudolf Thie

Am Freitag den 16.06.2006 trafen sich die Lakenfelder- Zuchtfreunde mit Ihrer Begleitung aus den verschiedenen Bundesländern in Ferchland an der Elbe. In der Touristenstation „Haus Kiefernblick“ waren verschiedene Zimmer bzw. Wohnungen für uns reserviert. Nach einer gemütlichen Kaffee- Begrüßungsrunde folgte ein kleiner Verdauungsspaziergang zur Zuchtanlage von Zuchtfreund Thie in seinem eigenen Garten. Dort zeigte er uns seine Zuchtstämme. Leider konnte keine Tierbesprechung vorgenommen werden, da die Nachzucht noch zu jung war.

Am Abend konnten wir uns eines leckeren Gillbüfett´s erfreuen. Danach wurde in gemütlicher Runde gefachsimpelt. Die Weltmeisterschaftsfans unter uns konnten sich jederzeit im Fernsehen über die aktuellen Spielstände informieren.

Am Samstagmorgen stand nach dem Frühstück für die Mitglieder des SV die Jahreshauptversammlung auf dem Programm. Für die Nicht- Mitglieder war ein Spaziergang an die nahegelegene Elbe geplant. Pünktlich um 9.30 Uhr konnte unser Vorsitzender H. Hensiek mit den zahlreichen Tagesordnungspunkten beginnen. Nach zwei Stunden um 11.30 Uhr hat er diese mit einem „gut Zucht“ beendet.

Danach starteten wir alle zusammen pünktlich mit unseren eigenen PKW´s in Richtung Tangermünde. Dort war für uns in der Schiffsgaststätte „Störtebecker“ das Mittagessen nach Wahl reserviert.

Gut gestärkt folgte dann ein interessant geführter Stadtrundgang, der uns auf die Sehenswürdigkeiten (viele gut restaurierte Fachwerkhäuser, ein sehr schickes Rathaus, eine z.T. noch gut erhaltene Stadtmauer und eine Kirche die zu einer Kneipe umfunktioniert wurde) dieser mittelalterlichen Kleinstadt an der Elbe aufmerksam machte.

Dann fuhren wir nach Arneburg an der Elbe und spazierten hoch zur Burggaststätte. wer mochte konnte sich dort noch einmal stärken und den tollen Ausblick auf die Elbe genießen.

Bei der Rückfahrt von Arneburg durch die Altmark war noch eine Fahrt mit der Fähre über die Elbe zu erleben. Der Wettergott war uns hold und so wurde es ein sehr schöner Tag für uns.

Am Abend folgte dann im „Haus Kiefernblick“ ein Kalt- Warmes- Büfett, das sich alle schmecken ließen. Die errungenen Bänder und Zuchtpreise wurden an die erfolgreichen Züchter vergeben und für uns alle wurde es ein schöner Züchterabend.

Am Sonntagmorgen ging es nach dem gemeinsamen Frühstück ans Abschiednehmen. Die Sommertagung war eine besondes schöne Sache.

Unseren herzlichen Dank an dich lieber Rudi, du hast uns mit deiner sehrgut geplanten und durchdachten Sommertagung ein sehr schönes Wochenende beschert, dass wir in schöner Erinnerung behalten werden.

VIELEN DANK!

Zuchtstamm von Rudi
Zuchtstamm von Rudi
das Rathaus von Tangemünde
das Rathaus von Tangemünde
Ausblick auf die Elbe
Ausblick auf die Elbe

Sommertagung 2007

Bericht der Sommertagung

In besonders großer zahl waren in diesem Jahr des 100-jährigen Bestehens des SV die Mitglieder und viele Gäste der Einladung gefolgt und trafen sich am Freitag den 1.06.07 um 15:00 Uhr zum gemeinsamen Kaffeetrinken im Hotel Mühlenkamp in Oelde.

Anschließend wurden die Zimmer bezogen und dann folgte eine kurze Fahrt zur Pott´s Naturparkbrauerei in Oelde. Dort konnten alle an einer Brauereiführung teilnehmen, die verschiedenen Bierspezialitäten verkosten und sich an einem tollen westfälischen Büfett satt essen. Wer dann noch nicht müde war, konnte später im Hotel an der gemütlichen Theke den Tag mit ein paar Bierchen ausklingen lassen.

Am Samstag folgte nach einem leckeren Frühstück die Fahrt zur Begegnungsstätte Drostenhof. Dort begann um 9:40 Uhr unsere ebenfalls sehr gut besuchte JHV, die ca. 2,5 Std dauerte. Die aufmerksame Bewirtung mit Getränken und später auch mit leckeren Speisen vom Grill, übernahmen Zuchtfreunde aus dem RGZV Robert Oettel Oelde 01 und die ganze Familie Lummermeier. Nach der Rückfahrt zum Hotel begann für uns ein geführter Stadtrundgang durch Oelde. Herr W. Lutterbeck zeigte uns viele schöne Punkte in der Stadt, wozu auch die katholische Stadtkirche gehörte. Weiter ging es dann zum ehemaligen Landesgartenschaugelände (heute Vierjahreszeitenpark). Alles grünte und blühte und war prächtig anzuschauen. Zu dem Gelände gehört auch eine so genannte Erlebnisfarm, wo sich auch die Zuchtanlage der Lummermeier´s befindet. Jetzt hatten wir uns eine Kaffeepause verdient. Alles war für uns im Vereinsheim der Kleingärtner nebenan schon bereitgestellt. Wir ließen uns den leckeren Kaffee und selbstgebackenen Kuchen schmecken. So gestärkt folgte dann eine ausführliche Tierbesprechung, unseres Sonderrichter´s RThie und Zuchtwartes T.Winterstein, wieder an den Käfigen bei der Zuchtanlage Lummermeier. Nach dem letzen Fußmarsch zurück ins Hotel war Zeit für eine kleine Pause, bis es dann um 19:00 Uhr zum Züchterabend im Hotel ging.

Nach einem sehr leckeren und üppigen westfälisch-italienischem Büfett wurden durch unseren Vorsitzenden H.Hensiek die diesjährigen Erringer der Lakenfelder Bänder, Meisterbänder und Zuchtpreise geehrt.

Zuchtfreundin A.Hengesbach wurde die silberne Vereinsnadel verliehen.

Ganz besondere Gratulation erfuhr D.Lummermeier für seinen Europameistertitel und Europachampion auf große Lakenfelder.

Die außergewöhnlich große Teilnehmerzahl sorgte für eine gemütliche Stimmung, wenn sich Lakenfelderzüchter 1x im Jahr treffen, gibt es immer viel zu erzählen und zu feiern!

Die ebenfalls anwesende Presse bat noch zum Gruppenfoto im Freien. Deise Bitte wurde von uns gerne erfüllt, doch fanden wir alle kaum Platz auf einem Bild!

Am nächsten Morgen ging es viel zu schnell nach einem weiteren gemeinsamen Frühstück ans Abschiednehmen. Die diesjährige Sommertagung zum 100 jährigen Bestehen des SV wird uns als besonders liebevoll durchdachtes und geplantes Treffen in Erinnerung bleiben.

Vielen Dank liebe Familie Lummermeier für die schöne Zeit in Oelde!   

 

sammeln zur Brauereibesichtigung
sammeln zur Brauereibesichtigung
Brauereibesichtigung
Brauereibesichtigung
während der JHV 1
während der JHV 1
während der JHV 2
während der JHV 2
Ehrung des DM desVZV
Ehrung des DM desVZV
Stadtführung
Stadtführung in Oelde
am Vierjahreszeitenpark
am Vierjahreszeitenpark
gut besuchte Tierbesprechung
gut besuchte Tierbesprechung
Teilnehmer
Teilnehmer der Sommertagung 2007

Musterbeschreibung

Lakenfelder

Gesamteindruck:

Mittelgroßes Huhn mit gestreckter Landhuhnform und reichem, weichem, doch fest anliegendem Gefieder. Beide Geschlechter mit gleichen Zeichnungsanlagen; lebhaftes Wesen.

 

Rassemerkmale Hahn:

Rumpf: gestreckte, gut entwickelte, gerundete Rechteckform.

Hals: mittellang; mit vollem, weit herabreichendem Behang.

Rücken: mittellang; fast gerade; gleichbleibend breit; kaum abfallend.

Schultern: breit; abgerundet.

Flügel: lang; kräftig; fest anliegend.

Sattel: voller Behang

Schwanz: lang; breit im Ansatz; breite Steuer- und Sichelfedern; hoch; jedoch nicht steil getragen.

Brust: voll; gut gerundet.

Bauch: voll; breit; gut entwickelt.

Kopf: mittelgroß; mäßig breit; etwas länglich.

Gesicht: rot; unbefiedert.

Kamm: mittelhoher Stehkamm; gleichmäßig und nicht zu tief gezackt; fein im Gewebe; Fahne frei stehend.

Kehllappen: mittellang; gut gerundet; fein im Gewebe.

Ohrscheiben: klein; oval; weiß; roter Rand, besonders bei Alttieren, gestattet.

Augen: groß; braunrot.

Schnabel: mäßig stark; blaugrau.

Schenkel: leicht sichtbar; straff befiedert.

Läufe: mittellang; glatt; schieferblau.

Zehen: mittellang; gespreizt.

Gefieder: straff anliegend, dennoch weich in der Struktur; ohne Kissenbildung.

 

Rassemerkmale Henne:

Fast waagerechte Haltung; volle Brust und gut entwickelter Bauch; breit im Schwanzansatz; im Stand etwas tiefer als der Hahn; Schwanzhaltung leicht ansteigend; kleiner Stehkamm, zur Seite neigende Fahne gestattet.

 

Farbenschlag:

HAHN: Rumpfgefieder weiß; Kopf, Halsbehang und Schwanz tief samtschwarz, in den unteren Nebensicheln weiße Säumung gestattet; Sattelbehang weiß mit feinen, schwarzen Schaftstrichen; Armschwingeninnenfahne schwarz bis grauschwarz. Außenfahne weiß, sodass der Flügel weiß erscheint. Handschwingen überwiegend schwarz bis grauschwarz; leichte Bindenzeichnung gestattet; Untergefieder grau.

HENNE: Rumpfgefieder weiß; Halsbehang schwarz, nach dem Kopf zu leichte Säumung gestattet; Arm- und Handschwinge wie beim Hahn; Steuerfedern schwarz; seitliche Schwanzdeckfedern schwarz mit weißem Saum; obere Schwanzdeckfedern schwarz, mit weißem Saum gestattet. Untergefieder grau.

Grobe Fehler: Schmaler, kleiner Körper; Dreiecksform; zu hohlrunde Rückenlinie; Grobknochigkeit; Eichhornschwanz; dürftiger, schmalfedriger Schwanz; stark gebogene Steuerfedern; knappes Gefieder; starke, schwarze Sprenkelung im Mantelgefieder; starker gelber Anflug; weiße oder braune Federn in den Behängen; zu geringe, schwarze Halszeichnung; starker Rost im Sattel; rein weißer oder viel zu schwarzer Sattelbehang des Hahnes; viel Weiß im Schwanz; zu viel Weiß in den Handschwingen; zu helle Lauf- und Schnabelfarbe; stark rot durchsetzte Ohrscheiben.

Gewichte: Hahn 1,75- 2,25 kg, Henne 1,5- 2kg

Bruteier- Mindestgewicht: 50g

Schalenfarbe der Eier: weiß

Ringgrößen: Hahn 18, Henne 16

 

Zwerg-Lakenfelder

Gesamteindruck, Rassemerkmale und Farbe wie bei den Großen.

Gewichte: Hahn 900g, Henne 800g

Bruteier Mindestgewicht: 35g

Schalenfarbe der Eier: weiß

Ringgrößen: Hahn 13, Henne 11

Chronik

Der Sonderverein der Lakenfelder

Von 1820 an eine lose verbundene Züchtergemeinschaft damit beschäftigt die Lakenfelder, als Rassehuhn, konstant zu züchten. 1835 war man am Ziel, so dass von nun an die Rasse konstanten Merkmalen unterlag. So war es möglich, dass bei der ersten Geflügelausstellung, am 12.12.1854 in Görlitz die Lakenfelder – unter ihrem vornehmen Namen – als Jerusalemer vorgestellt wurden (siehe P. Doll, Chronik des BDRG). Auf weiteren Ausstellungen erregten sie großes Aufsehen. König Georg von Hannover erwarb 1863 zwei Zuchtstämme aus Bockelmann´s Zucht. Die Gründung einer organisierten Spezialvereinigung ließ jedoch noch auf sich warten.

Im Jahr 1907 wurde auf der Hauptversammlung am 20.10. in Hannover die Vereinigung der Lakenfelderzüchter gegründet. Bei der Gründung des Sonderverein waren bereits klare Vorstellungen über die Rasse vorhanden. Der Musterbildentwurf von 1906 als Maßstab für die Zucht des Lakenfelderhuhnes wurde anerkannt und ist noch heute, bis auf kleine Änderungen gültig. Gründungsmitglieder waren: Rönau, Heyen, Dr. Braune und Lohse.

Bis 1911 war Dr. Braune Vorsitzender des Sondervereins.Ihm folgte als Geschäftsführer bis 1923 Zuchtfreund Lohse. Anschließend übernahm Hunkenschröder das Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1953.

Wie alle anderen Hühnerrassen auch, erlitten die Lakenfelder nach dem 2. Weltkrieg einen starken Rückgang der Mitglieder. Der Sonderverein verfiel in einen Dornröschenschlaf, der erst 1956 durch Günter Friess beendet wurde. Zuchtfreund Friess blieb bis 1958 Vorsitzender. Anschließend folgte die Ära Kuhn, die bis 1967 anhielt. Auf der westfälischen Landesschau in Hamm im Jahr 1967 wurde Wilhelm Siegel zum Vorsitzenden gewählt.

Ab 1973 führte Franz Bilzer den Sonderverein. Später wurde er auch Sonderrichter für Lakenfelder. Seit 1973 werden in regelmäßigen Abständen Jahreshauptversammlungen und Sonderschauen durchgeführt. Im Jahre 1977 führte er die erste Sommertagung mit Jahreshauptversammlung und Tierbesprechung in Trebur durch. Diese Sommertagungen finden seit dem jedes Jahr in einem anderen Ort in Deutschland statt und werden von einem Sondervereinsmitglied ausgerichtet. Sie ist zu einem festen Bestandteil der Lakenfelderzüchter geworden. Die Qualität der Lakenfelder hat sich, unter der Leitung der Sonderrichter bei den Tierbesprechungen, wesentlich verbessert und vereinheitlicht. Nach 17 Jahren gab er den Vorsitz des Sondervereins ab. Auf der Jahreshauptversammlung 1990 in Bochum wurde er Ehrenvorsitzender des Sondervereins.

Nicht  nur in der Bundesrepublik Deutschland haben die Lakenfelder einen treuen Züchterstamm. Auch in der ehemaligen DDR wurden die Lakenfelder als ureigenstes deutsches Zuchtprodukt erhalten und gezüchtet.

Den Vorsitz 1990 übernahm Lothar Struwe. In seine Amtszeit fiel die Wiedervereinigung und der Zusammenschluss der beiden Sondervereinigungen. 1994 auf der Jahreshauptversammlung in Hamburg wurde der langjährige Schriftführer Richard Sabisch zum Vorsitzenden gewählt. Auf der Jahreshauptversammlung 2004 in Florstadt- Leidhecken wurde auch er Ehrenvorsitzender des Sondervereins. Den Vorsitz des Sondervereins übernahm Hartmut Hensiek. Um einen Sonderverein gut führen zu können, braucht ein Vorsitzender auch Mitglieder in Vorstand und Verein die in den Aufzeichnungen fast nie erwähnt werden. Im Jahr 2006 gehören dem Sonderverein 67 Mitglieder an.

Die Vorsitzenden in der Kurzübersicht

1907-  1911       Dr. Braune

1911-  1923       Lohse

1923-  1953       Hunkenschröder

1956-  1958       Friess

1958-  1967       Kuhn

1967-  1973       Siegel

1973-  1990       Bilzer

1990-  1994       Struwe

1994-  2004       Sabisch

2004-                Hensiek

Ab 1980 gibt es auch in den Niederlanden einen Lakenvelderclub, der sich um die Erhaltung unseres schönen deutschen Rassehuhns bemüht. Als Grundlage für die Ausarbeitung der Musterbeschreibung dienten unsere Richtlinien. Gravierende Unterschiede gibt es nicht. Die Zusammenarbeit mit dieser jungen Vereinigung ist von größter Wichtigkeit, wenn man unserer Rasse eine überregionale Ausbreitung erhalten will. Die Vorstände beider Vereine sind Mitglieder  des jeweiligen Partnerverbandes.

 

Unsere Lakenfelder

Die Chronik der Lakenfelder

 

Die Lakenfelder gehören zur Familie der deutschen Landhühner. Hierzu entnehme ich aus dem Buch von Dr. Blanke von 1908:“ Das alte deutsche Landhuhn war von Figur nicht groß, von schlanken, eleganten Formen mit lyraförmigen Umrisslinien ohne scharfe Winkel, von feinem Knochenbau, aber muskulös, mit voller, breiter und tiefer Brust, kurzem oder mäßig langem Rücken. Der Kopf war klein, rund, der Kamm meist einfach, niedrig und nicht sehr tief gezackt, beim Hahn aufrecht stehend, bei der Henne entweder aufrecht oder hinten schwach umliegend, die Ohrscheiben bläulichweiß, oft rot umrandet oder mit roten Äderchen durchzogen. Gesicht rot, die Läufe unbefiedert und wie der Schnabel schieferblau oder hornfarbig. Das Gefieder war in den Farben sehr verschieden, aber glanzreich, etwas hart, jedoch namentlich Halsbehang und Sattelbehang soiwe Schwanz reich entwickelt, beim Hahn mit langen Sichelfedern. Die Henne hat einen gut entwickelten Legebauch. Schon die Formen ließen das Huhn als gutes Legehuhn erkennen, und es war dies auch, wo es nicht durch schlechte Pflege und Inzucht heruntergekommen war. Der Fleischansatz war gering, das Fleisch aber saftig und wohlschmeckend. Das Huhn war von lebhaftem Wesen, fleißig im Futtersuchen und streifte gern weit umher; ein Hauptvorzug war seine Abhärtung, die es in den Stand versetzte, unser raues Klima mit seinen häufigen Witterungsumschläge zu ertragen. Es würde auch dann seinen wirtschaftlichen Eigenschaften den besten ausländischen Rassen nicht nachstehen und wegen seiner Gewöhnung an unsere klimatischen Verhältnisse für den Bauernhof das beste Huhn sein; ja es wurde auch durch zweckentsprechende Zuchtwahl in gleichmäßigen Formen und regelmäßiger Zeichnung herangezüchtet, den Schönheitssinn des Liebhabers befriedigen; denn es war durch Reichtum und Glanz der Farben ausgezeichnet, die bloß in größerer Reinheit herausgezüchtet werden müssen. Nur vereinzelt hat man sich Mühe gemacht, aus den deutschen Landhühnern, meist mit Zuhilfenahme fremden Blutes,  gute Rassehühner herauszuzüchten.“  Hierzu gehören zweifellos die Lakenfelder, die aus dem deutschen Landhuhn und den flämischen Campinern, dem Vorläufer des westfälischen Totlegers, entstanden sind. Hierzu sagt Dürigen:“ DAS LAKENFELDER-HUHN IST WESTFÄLISCHEN URSPRUNGS.“ „Das elegante und hübsche Huhn,“ so schreibt der Herausgeber des Kalenders für Geflügelfreunde, Herr G. Meyer in Minden in dankenswerter Weise, „wurde zuerst in der Gegend von Dielingen, in der Nähe des Dümmer Sees gezüchtet. Mein Vater; der verstorbene Lehrer Meyer in Drohne bei Dielingen und der verstorbene Lehrer Bockelmann in Meyerhöfen (zwischen Dümmer See und Osnabrück), Vater des bekannten hühnerkundigen Rektor Bockelmann in Melle, waren eifrige Hühnerzüchter, die es sich zur Aufgabe machten, die Hühnerzucht in dortiger Gegend zu heben. Ihr besonderes Augenmerk richteten sie auf die Veredelung des dortigen Landhuhnes, des Totlegers und dessen Vorläufer des Campinerhuhnes. Dieses kam hin und wieder vor mit dunklem Schwanz und Hals, und dieser Umstand erweckte den Gedanken, möglichst reinweiße Hühner mit schwarzem Hals und schwarzem Schwanz zu züchten. Als Dritter im Bunde gesellte sich zu den beiden genannten Züchtern noch der Zollerheber Wirz in Haldem, welcher mit Eifer und Ausdauer die Zucht fortsetzte und im Herbst 1835 seinen Freunden Hühner mit schwarzem Hals und schwarzem Schwanz und ganz reinen Flügeln zeigte.“

Was waren wohl die Gründe die dazu führte, dieses Huhn zu züchten? Um die Jahrhundertwende 1700-1800 litt ganz Europa unter dem Einfluss Napoleons. Erst nach dem stattgefundenen Freiheitskrieg gegen die Franzosen konnte das unter der Herrschaft Friedrich des Großen blühende Preußen sein Selbstvertrauen wieder neu aufbauen. Auf dem Wiener Kongress fielen jedoch keine Entscheidungen, die das deutsche Volk in Freudentaumel verfallen ließ. Der Krieg war zwar beendet, aber der Wiener Kongress hatte wichtige Fragen nicht lösen können. die europäische Einheit scheiterte an den religiöse und nationalen Spannungen der Völker und der Haltung der Monarchen. Enttäuscht nahm die Bevölkerung dieses zur Kenntnis. Es zuckte die Schultern und kehrte der Politik den Rücken, oder suchte in Dichtung und Musik Trost in der Vergangenheit. Teilweise verfiel man auch in tiefe Religiösität. Es war die Zeit der klassischen Dichtung und Romantik, die Fortsetzung des um ca. 1750 begonnenen Rokkoko. Heitere Erzählungen, Schäferspiele und Hirtenlieder, Menuette und höfische Tänze, zierliche leichte Möbel und feingestaltete Schmiedestücke für Haus und Garten sowie feinstes Porzellan waren die Zeugen dieser Zeit. An den Kulturgütern dieser Epoche hatten die niedrigeren Stände, die kleinen Bauern und die Bürger kaum einen Anteil. Während sich das Leben an den Höfen und auf den Herrensitzen wieder prachtvoll entfaltete wurde ihr Los nicht leichter. So war es dann auch eine Folge der Zeiterscheinung, dass sich Züchter des Lakenfelderhuhnes aufmachten, um unter Zuführung fremden Blutes aus dem deutschen Landhuhn ein in erster Linie wirtschaftliches (das war zu dieser Zeit Fleisch) und dem Auge wohlgesinnte, anmutiges, künstlich- schöpferisch gestaltetes Huhn zu schaffen. Fleisch, dass war es, was auf den Tellern fehlte. Wie seit Jahrtausenden wurde alle Arbeit durch Menschen und Tierkraft getan. Hier und dort halfen Naturkräfte, Wind und Wasser. Die Bauern auf den Dörfern lebten arm dahin. Die Steinschen Reformen wurden vom Adel verhindert oder so durchgeführt, dass am Ende die Bauern zwar frei, aber zu Tagelöhnern herabgesunken waren. Rüben, Erbsen und Linsen, Schwarzbrot und Haferbrei waren tägliche Nahrung. Fleisch gab es nur zu besonderen Anlässen. So war es nicht verwunderlich, dass in verhältnismäßig kurzer Zeit die Lakenfelder in Dielingen, Lehmförde, Bohmte, Osnabrück und Münster in großen Herden vorzufinden waren. Selbst die Zucht des Gutsbesitzers van de Loo aus der Rheinprovinz, in Kleve gelegen, verfügte über eine große Herde Lakenfelder. Das Huhn, dass sich im Frühjahr von der Weide ernährte und sich im Herbst und Winter mit Dreschabfällen zufrieden gab, war für diese nahrungsmittelknappe Zeit ein wahrer Segen. Die Begeisterung der Bevölkerung ging sogar soweit, dass die französische Bezeichnung für die Lakenfelder „Poule de Jerusalem“, zu deutsch Jerusalemer Huhn auch in Deutschland angenommen wurde.

Die Namensgebung erfolgte schon vor der rassischen Fertigstellung der Lakenfelder. Hierzu schreibt Düringen:“ Schon der alte Bockelmann meinte, er komme von Laken her, und suchte ihn damit zu erklären, dass das Huhn aussieht, als ob es ein weißes Laken auf dem Körperfeld trägt, aus dem nur der schwarze Hals und Schwanz herausragt“. Aus heutiger Sicht ist der Name dadurch zu erklären, dass alle farblich dem Lakenfelderhuhn gleichartigen Tiergattungen, seien es Rinder oder Schweine, ja sogar Meerschweinchen im „Lakenveller“ Farbenschlag gezüchtet werden. Diese Bezeichnung ist eine besonders im fiesischen, holländischen und nordwestfälischen Sprachgebrauch übliche Angabe der Farbnuance. Die Namensgebung erfolgte also nur aufgrund der jahrhunderte alten Farbenschlagbezeichnung und war der damaligen Zeit eine klare Aussage, da alle anderen Rassen hierzu in keinerlei Beziehung standen. Es war nichts Gleichwertiges vorhanden, auch der heutige, helle Farbenschlag war bis dahin unbekannt. Eine Bezeichnung nach dem Entstehungsort war daher nicht nötig. Und eigentlich bei dem Tatbestand, dass es sich bei den Lakenfeldern um einen Farbenschlag der Totleger handelte auch überflüssig. Hierzu ist anzumerken, dass die Namensgebung und die Zucht des Lakenfelderhuhnes viele Jahre vor dem Eintreffen der asiatischen Rassen und der Mittelmeerrassen in ihrer großen Vielfalt erfolgte.

In Westfalen und ebenso im südwestfälischen und mittleren Hannover, im Braunschweigischen und im nördlichen Teil Rheinpreußens war das Lakenfelderhuhn bis Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts recht beliebt und verbreitet. Das zwanzigste Jahrhundert kündigte sich an. Deutschland wuchs unter der Führung Bismarks zu einer Großmacht heran. Kolonien wurden erworben, Bündnisse und Verträge zur Sicherung des Friedens geschlossen und Wirtschaft und Handel gefördert. Die Verkehrs- und Handelwege wurden ausgebaut und verbessert, die Wasserstraßen wurden besser genutzt. Es herrschte ein reger Handel zwischen der neuen und alten Welt. Hieran nahmen auch die Lakenfelder teil.

Ihre Ausbreitung von Westfalen und den Rheinprovinzen erfolgte über den Rhein und endete teilweise in Holland und auch in Amerika und in England. Dort bildeten sich eigenständige Vereinigungen die wiederum die Förderung der Lakenfelder zum Ziele hatten. Hierzu erzählte die Ruhrorter Rheinbrücke aus der Welt größtem Binnenhafen: Hier grüßt der Rhein, des Reiches gewaltiger Strom, um den soviel des deutschen Blutes vergossen, doch nicht mit Rebenhang, mit Burg und Dom, nicht von der Sage Duftgebild umflossen, im Dienst der Arbeit grüßt euer Rhein von Lande zu Meere, und von Meere zu Lande führt er des Fleisches Werke, schafft Gedeihn und knüpft des Völkerfriedens heilige Bande.(collet)

Nicht nur die deutschen Lakenfelder wurden ausgeführt. Die mit dem Spürsinn für gute Geschäfte ausgerüsteten Holländer erkannten die Marktlücke und erzeugten in großem Umfange ebenfalls Lakenfelder. Im Jahre 1915 fand man einen Reisebericht aus dem Jahr 1727, der von einem schwarz- weißem Huhn aus der Gegend um Utrecht berichtet. Der dort beschriebene, aus einigen Häusern bestehende Weiler trägt der Namen Lakenvelt. Grund genug um den Holländern die Bestätigung zu geben, dies sei der Quell aus dem die Welt die Lakenfelder schöpft. Es ist zwar nicht von der Hand zu weisen, dass im gesamten Nordwesteuropäischen Bereich Sprenkelhühner gezüchtet wurden und es kann auch möglich sein, dass bei den bereits oben erwähnten, Lakenfelder ähnliche Zeichnungen vorhanden waren.

Auch die Ausgangstiere bei der Erzüchtung der Lakenfelder am Dümmersee hatten schon schwarze Hälse und Schwänze, jedoch die später reinweißen Rumpffedern waren zu Beginn noch geflockt. Hier scheidet sich das Produkt deutscher und holländischer Prägung. Hierzu sagt Dühriger:“ Gewisse Holländer schicken es sogar schon als Lakenvelder nach England und Amerika und möchten wohl die Meinung erwecken, das in preußischen Landesfarben gekleidete Huhn sei holländischen Ursprungs, wogegen billigerweise der im Jahre 1900 gegründete Nederlandsche Hoenderclub in seinem Standard der sieben Niederländischen Hühnerrassen Lakenfelder gar nicht verzeichnet hat“. Der segensreiche Handel brachte auch den Wandel. Aus Übersee kamen die Brahma, Cochin, Langschan und die Mittelmeerrassen. Der Beliebtheitsgrad der Lakenfelder ging zurück. Zu den Verlusten an Züchtern durch Abgang an die neuen Rassen kamen noch die Zuchtversuche die durch Einkreuzung der neuen Rassen eine Verbesserung der Lakenfelder bringen sollten. Das allgemeine Streben nach mehr Geflügelfleisch beflügelte auch die Lakenfelderzüchter, es wurden Brahma, helle Wyandotten und helle Sussex eingekreuzt. Die Folgen waren verheerend, so dass im Jahre 1908 von W.Bliedung aus Aurich im Namen des Sondervereins bei der Erstellung der Musterbeschreibung das Lakenfelderhuhn als Kreuzungspartner für andere Hühnerrassen als ungeeignet bezeichnet wurde. Der Hauptgrund war der Verbastadisierung der Rasse entgegen zu wirken und den Züchterbestand bei der Stange zu halten.

Unsere Zwerg- Lakenfelder

Die Erzüchtung der Zwerg- Lakenfelder

Zuchtfreund Ewald Heidelbach aus Schwikkerthausen hat von 1961 – 1968 als alleiniger Aussteller versucht die Zwerge ins Leben zu rufen. Ab 1968 begann Zuchtfreund Conzbruch aus Hamburg mit den Zwergen. Im Anerkennungsjahr 1972 war Ernst Stoll zur Stelle und unterstützte das Unternehmen. Die Ausgangsrassen zur Schöpfung der Zwerge waren die Zwerg- Vorwerk, deutsche Zwerge hell, große Lakenfelder und deutsche Zwerge schwarz.